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Schlüsselkompetenzen


Schwerpunkt: Prüfungen vorbereiten



Auszüge aus dem Inhalt:

Was tun bei einem Blackout?

"Fast jeder Studierende kennt das Phänomen, den so genannten Blackout, vom Hörensagen. Nur wenige haben ihn selbst schon einmal in der Prüfung erlebt, aber fast allen ist die Furcht davor zu Eigen, dass er auftreten könnte.

Die Befürchtung ist darauf gerichtet, dass in der Prüfung plötzlich „der Faden reisst„, „ sich eine Leere im Kopf ausbreitet „und dann “alles weg ist“, was vorher im Gedächtnis an Wissen vorhanden war. Diejenigen, die den Blackout tatsächlich schon erlebt haben, berichten, dass die dabei auftretenden Gefühle erschreckend sind: Es kommt zu heftiger Erregung oder lähmender Schwere. Die Angst breitet sich aus, dass nun „alles aus„ und „nichts mehr zu machen„ ist. In Wahrheit kann man aber durchaus noch etwas tun.

Blackouts sind eigentlich nicht Extremes. Sie entstehen in einer Situation, die höchste Konzentration verlangt, infolge einer auftretenden Erregung. Es passier auch den geübten festen Rednern, dass bei ihnen plötzlich mitten in einem Vortrag „ der Faden reisst“. Bei ihnen fällt es nur deshalb nicht auf, weil sie es gelernt haben, den Schrecken gewandt zu überbrücken. Achten Sie einmal darauf, wie oft es bei Ihnen im normalen Alltag zu einem kleinen Blackout kommt und wie es Ihnen dann auch wieder gelingt, zu dem verloren gegangenen Inhalt zurückzufinden. Der entscheidende Punkt in der Situation des Blackouts ist die Aufregung und wie man mit ihr umgeht.

Dass die Angst vor dem „schlimmen Ende„ in der Prüfung als so gewaltig erlebt wird, hat mit ihrer ambivalenten Funktion zu tun: Sie signalisiert höchste Gefahr, aber auch die Verlockung der totalen Hilflosigkeit, der Ohnmacht, mit der man der Situation entkommen kann. Es geht um einen Wendepunkt, an dem man entweder der Angst standhalten oder die Flucht ergreifen kann. Wenn Sie sich sagen,: „Aufgeben kommt nicht in Frage!“. Dann haben Sie den entscheidenden Schritt getan, mit dem Sei dem Blackout beikommen können! Allerdings müssen Sie den Moment grösster Angst auch aushalten! Und dann kommt es darauf an, dass Sie sich beruhigen.

Wichtig dafür ist, dass Sie den richtigen Umgang mit einem Blackout bereits im Vorfeld lernen.

Wenn also in der Prüfungssituation bei Ihnen „der Faden reisst“, dann sollten Sie folgende Schritte unternehmen:

  1. Versuchen Sie als Erstes, Ihre Ruhe zurückzugewinnen, Verschaffen Sie sich eine kleine Atempause. Atmen Sie tief durch, so wie Sie es bei den Atemübungen im Kapitel „Prüfungsangst durch Entspannungsübungen abbauen“ gelernt haben. Eine kurze Atemübung sollten Sie für diesen Fall parat haben.

  2. Gehen Sie offensiv mit dem Blackout um: Bitten Sie Ihren Prüfer um einen Moment Pause, indem Sie z.B. sagen: „Entschuldigung, ich habe gerade einen Filmriss. Ich muss mich erst wieder einmal sammeln.“ Prüfer kennen den Blackout und reagieren darauf in der Regel verständnisvoll.

  3. Starten Sie erneut! Versuchen Sie, den „roten Faden“ wieder zu finden. Bringen Sie wieder Ordnung in Ihre Gedanken. Rekonstruieren Sie die Situation vor dem Eintreten des Blackouts: Was haben Sie zuletzt ausgeführt? Wie lautete die Frage? Falls die eigene Suche nicht weiterführt, bitten Sie den Prüfer darum, die letzte Frage noch einmal zu wiederholen.

  4. Falls jedoch die letzte Frage der Auslöser für den Blackout war, weil Sie überhaupt nicht mit ihr gerechnet hatten und auch gar nichts dazu sagen können, so müssen Sie versuchen, von der Klippe weg und weiterzukommen. Fassen Sie sich ein Herz, und sagen Sie dem Prüfer , dass Sie die Frage nicht beantworten können, und bitten Sie um eine neue Frage.

Es hängt im wesentlichen von Ihrer Einstellung ab, ob Sie den Blackout bewältigen können. Wenn Sie ihn als etwas akzeptieren, was zwar unangenehm ist, aber keine Katastrophe darstellt, und sich auf das besinnen, was Sie in der Situation tun können, dann haben Sie die beste Aussicht, ihn – wenn er dann überhaupt noch auftritt! – auch wieder in den Griff zu bekommen.

Spielen Sie die vier Schritte während Ihrer Prüfungsvorbereitung gedanklich durch. Proben Sie auch hierbei das mentale Training, und unterstützen Sie es durch Entspannungsübungen. Je mehr Sie sich vorher durch Übung wappnen, umso weniger müssen Sie befürchten, das es überhaupt zu einem Blackout kommt."





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